Dan Brown: “Illuminati”

11. Dezember 2010
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Dan Brown: „Illuminati“ („Angels and Demons“, 2000) (dt. Ausgabe/Weltbild) Thriller Obwohl teils doch sehr verdächtig “strategisch” wirkend, war der Riesenbestseller “Sakrileg” ja doch ganz vergnüglich zu lesen, so dass ich mich auch an den etwas unbekannteren (aber inzwischen ja ebenfalls verfilmten) Vorgänger machte. Ich will mein Fazit vorwegnehmen, indem ich gleich sage, dass er mir im ganzen besser gefallen hat, an seinen „Problemstellen“ jedoch noch schmerzhafter war, als sein Nachfolger. Auch er liest sich wieder spannend, Brown versteht es, eine Geschichte zu erzählen und wenn sein Held Langdon auch nicht gerade eine allzu tiefe Figur ist, ist er doch ein ganz angenehmer Begleiter auf der Reise durch den Vatikan. Dieser wird nämlich von den Illuminaten bedroht, welche eine, aus...
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Janne Teller: “Nichts. Was im Leben wichtig ist”

5. Dezember 2010
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Janne Teller: „Nichts. Was im Leben wichtig ist“ („Intet“, 2000) (dt. Ausgabe/Carl Hanser Verlag) Philosophischer Jugendroman Ein dänisches Kinderbuch über den Nihilismus? So schräg diese Prämisse klingt, so lahm ist leider das Buch selbst. Der Siebtklässler Pierre Anthon erkennt plötzlich, dass alles bedeutungslos ist und zieht sich darum in das Geäst eines Pflaumenbaums zurück, von wo aus er die anderen ob ihres sinnlosen Tuns verhöhnt. Seine Klassenkameraden merken, dass er recht hat, wissen aber, dass die Eltern das nicht erfahren dürfen und wollen ihn deshalb widerlegen, indem sie in einem alten Sägewerk Dinge mit Bedeutung sammeln wollen. Klingt schwach- und widersinnig? Ist es auch. Wirklich überlegt, wirklich philosophiert oder sonst irgendwas über das Leben gesagt wird natürlich nicht, sondern...
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“Rammbock” (2010)

2. November 2010
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“Rammbock” (2010) von Marvin Kren Dank des KKK (ich muss die schöne Einleitung zerstören, indem ich es als Kommunale Kino Kiel entschlüssele) konnte ich schon den mit Spannung erwarteten ZDF-Zombiefilm “Rammbock” begutachten und er war wirklich gut! Jörg Buttgereit nölte ja, man sehe ihm das “Kleine Fernsehspiel” noch deutlich an, was in gewaltigem Blutmangel resultiere, aber das scheint mir unzutreffend. Es stimmt schon, dass er die typische Tristesse-Dramen-Optik hat (zum Glück aber vernünftige Tontechnik), aber das fand ich gerade passend, um ihn von der Stimmung mehr in Deutschland zu verorten. Splatter gibt es bis auf eine recht harmlos aufgerissene Kehle tatsächlich keinen, aber das macht überhaupt nichts, da der Film auf einfach nicht auf blutige Zombiekonfrontationen ausgerichtet ist. Das...
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Stieg Larsson: „Verdammnis“

28. Oktober 2010
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„Verdammnis“ von Stieg Larsson (2006) (dt. Ausgabe/Heyne) Thriller In meiner kleinen Bestsellerschau hatte ich ja bereits ein paar Worte zu „Verblendung“, dem ersten Teil der „Millennium“-Trilogie verloren und war nicht wirklich glücklich mit ihm geworden. Als ich mir die Fortsetzung „Verdammnis“ vornahm, war ich daher alles andere als unvoreingenommen, aber statt einfach nur mehr vom Gleichen zu bekommen, wollte ich dann meinen Augen nicht trauen, was dieses Buch dem Leser vorsetzt. Zuerst einmal weist der Roman die gleichen Probleme wie sein Vorgänger auf: Seine Heldin Lisbeth Salander ist eine göttergleiche Überfigur, die alles kann und alles darf, der männliche Protagonist Mikael bekommt jede Frau (und diese sind auch alles sehr glücklich, ihn teilen zu dürfen…auch ihre eventuellen Männer sind...
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“Kraft durch Freunde” von Seyfried & Ziska

14. Oktober 2010
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“Kraft durch Freunde” von Seyfried & Ziska

Tolkemitt Verlag bei Zweitausendeins, 2010. Da das Meisterwerk “Flucht aus Berlin” seinerzeit ein elementarer Ansporn für mich war, selbst Comics zu zeichnen, griff ich sofort zu, als ich von einem neuen Comic des Untergrund-Altmeisters Seyfried hörte, auch wenn ich ja nach der Lektüre der Gesamtausgabe “Alle!” (hm, die ja nun keine Gesamtausgabe mehr ist) höchst skeptisch war, was die Arbeit seiner Freundin angeht. Der angesichts seiner Thematik pfiffig benannte “Kraft durch Freunde” ist wieder eine Politsatire mit SF-Elementen, wie ja schon die recht gelungene Kooperation “Starship Eden” der beiden. Es geht um den “Moon” eine Art schwebendes Superhandy, welches seinen Besitzer begleitet, alles über ihn sammelt und mit entsprechender Werbung und Social Network-Stuff versorgt. Schurkische Politiker planen in Kooperation...
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Nick Hornby: “Slam”

2. Oktober 2010
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2008, (dt. Ausgabe/Kiepenheuer & Witsch) Coming of Age Ich weiß, diesmal eigentlich überhaupt nicht “weird” aber das soll uns hier nicht weiter kümmern. Von einer echten Trennung von Hoch- und Trivialkultur halte ich bekanntlich nichts, aber dennoch schmerzt es mich, dass Hornby wegen seines Humor und seiner Zugänglichkeit eher in letztere Ecke geschoben wird. Es mag überzogen klingen, aber ich halte seine lebensnahen Geschichten um so ziemlich die rundesten und realistischsten Figuren überhaupt für literarische Leistungen, die nicht genug gewürdigt werden, obwohl sie der Menschheit mehr helfen, als irgendein tausendster KrebsKriegTodundAlterseinsamkeit-Roman einer einäugigen polnischen Lesbe, wie man sie meist in dieser Hinsicht lobt. Und das sage ich, obwohl “Slam” keineswegs in der Spitze seines Schaffens ist: “How to be...
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Kleine Bestsellerschau (“Verblendung”, “Feuchtgebiete”, “Sakrileg”)

3. August 2010
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Die Bandbreite dessen, was hier rezensiert wird ist weit. Ob Comicverfilmung, die jeder gesehen hat, oder literarisches Kuriosum, das niemand je gehört hat, was weird im Sinne dieser Seite ist, wird für gewöhnlich mit fürstlicher Willkür entschieden. Heute darum mal Sammelartikel gleich dreier Werke, zu denen mir einzeln nicht genug einfiel, die jedoch durch ihre Aktualität und ihren enormen kommerziellen Erfolg verbunden werden. Gerade letzterer Punkt soll uns hier interessieren: die Frage, was genau es braucht, um zum Bestseller zu werden. Ich will nicht behaupten, dass einer, oder mehrere der folgenden Autoren bewusst kalkuliert haben, aber gehen wir rein ergebnisorientiert heran, fällt uns eine Parallele auf, der ich hier schon vorgreifen will: Wie Umfragen immer wieder ergeben, lesen heute...
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“Mutantenwrestling” von Gregor Schenker

2. August 2010
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Endlich wieder neues Futter für unsere Kurzgeschichten-Fans: In Gregor Schenkers Endzeitstory ist Sport nicht einfach nur Mord. Beim "Mutantenwrestling" geht es um den Triumph der Wissenschaft - ausgetragen von gnadenlosen Kampfmaschinen im bestialischen Ring der Entscheidung!
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