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	<title>Weird Fiction &#187; (reviews) Bücher</title>
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	<description>Weirdfiction.de: Horror, Dark Fantasy, Sci-Fi in Literatur, Comics und Film</description>
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		<title>Kleine Bestsellerschau (&#8220;Verblendung&#8221;, &#8220;Feuchtgebiete&#8221;, &#8220;Sakrileg&#8221;)</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Aug 2010 16:15:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk M. Jürgens</dc:creator>
				<category><![CDATA[(reviews) Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Bandbreite dessen, was hier rezensiert wird ist weit. Ob Comicverfilmung, die jeder gesehen hat, oder literarisches Kuriosum, das niemand je gehört hat, was weird im Sinne dieser Seite ist, wird für gewöhnlich mit fürstlicher Willkür entschieden. Heute darum mal Sammelartikel gleich dreier Werke, zu denen mir einzeln nicht genug einfiel, die jedoch durch ihre Aktualität und ihren enormen kommerziellen Erfolg verbunden werden. Gerade letzterer Punkt soll uns hier interessieren: die Frage, was genau es braucht, um zum Bestseller zu werden. Ich will nicht behaupten, dass einer, oder mehrere der folgenden Autoren bewusst kalkuliert haben, aber gehen wir rein ergebnisorientiert heran, fällt uns eine Parallele auf, der ich hier schon vorgreifen will: Wie Umfragen immer wieder ergeben, lesen heute mehr Frauen als Männer. Für den ganz großen literarischen Erfolg ist es also ratsam, das weibliche Publikum für sich zu gewinnen. Nun, wie tun unsere internationalen Versuchsobjekte das? „Verblendung“ von Stieg Larsson (2005) (dt. Ausgabe/Heyne) Thriller Verstorben, bevor er die Früchte seines Ruhmes ernten konnte, gilt Stieg Larsson als neuste skandinavische Thriller-Sensation. Seine „Milleniums-Trilogie“ wurde zum Bestseller und bereits vollständig verfilmt, vielleicht als letzter Mensch auf Erden habe auch ich deren ersten Teil inzwischen gelesen und bin – nicht wirklich begeistert. [...]]]></description>
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		<title>Scott Sigler: „Infiziert“</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 16:42:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gregor Schenker</dc:creator>
				<category><![CDATA[(reviews) Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>

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		<description><![CDATA[Scott Sigler: „Infiziert“ „Infected“, 2008 (dt. Ausgabe Heyne), Horror/Thriller/Science Fiction (Herzlichen Dank an Lebendes PAL-Feld für die generöse Buchspende.) Die Epidemiologin Margaret Montoya stößt bei ihrer Arbeit auf eine Art Seuche, die aus normalen Menschen wahnsinnige Killer macht. Einziger Hinweis: Seltsame dreieckige Muster auf der Haut der Betroffenen. Mit dieser Erkenntnis wendet sie sich an die CIA. Murray Longworth, Chef der Behörde, beruft ein supergeheimes Spezialteam ein, das der Sache auf den Grund gehen soll, ohne dass etwas an die Öffentlichkeit dringt – Montoya und Co. stellt er dabei den Vietnamveteranen und altgedienten Agenten Dew Phillips zur Seite. Gleich einer der ersten Einsätze endet in einer Katastrophe, aber wenigstens kommt man dem Phänomen allmählich auf die Spur: Hinter den Amokläufen scheint ein Krankheitserreger zu stecken, der derart hochentwickelt und spezialisiert ist, dass er künstlichen Ursprungs sein *muss* – aber eigentlich verfügt kein Labor der Erde verfügt über die nötige Technologie, so was zu züchten. Währenddessen wacht der Büroangestellte Perry Dawsey (ein ehemaliger Footballstar mit Temperamentsproblemen) eines Tages mit juckenden Stellen am ganzen Körper auf. Entgegen den Ratschlägen seines Kumpels Bill geht er nicht zum Arzt, sondern hofft darauf, dass sich das Problem von selbst erledigt. Er hätte mal lieber auf [...]]]></description>
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		<title>David Wellington: &#8220;Stadt der Untoten&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 17:50:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gregor Schenker</dc:creator>
				<category><![CDATA[(reviews) Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>

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		<description><![CDATA[Originaltitel: Monster Island Herausgegeben (im Original): 2004 (E-Book) Verlag: Piper (Herzlichen Dank an Lebendes PAL-Feld für die generöse Sachspende.) Die Toten erheben sich und überrennen die Lebenden. Die westliche Zivilisation geht innerhalb von Rekordzeit unter, während sich (Ironie oder so) die kriegserprobten Völker der Dritten Welt gegen die Invasion behaupten können. Dekalb, ein Waffeninspektor der UNO, flüchtet zusammen mit seiner siebenjährigen Tochter Sarah (seine Frau wurde zombiefiziert) aus Kenia und schlägt sich bis Somalia durch, wo die beiden der Glorious Girl Army of the Free Women’s Republic of Somaliland in die Hände fallen. Mama Halima, die Führerin der FWRS, leidet an AIDS – schlecht für Mama Halima, gut für Dekalb, der nur deswegen nicht auf der Stelle erschossen wird, weil er sich in den UN-Gebäuden Afrikas auskennt und daher der Girl Army auf der Suche nach Medikamenten als Führer dienlich ist. Dummerweise wurde alles geplündert, was geplündert werden konnte. In einem Anfall von Galgenhumor schlägt Dekalb vor, im Sekretariatsgebäude der UN nachzuschauen – mitten in New York. Ifiyah, die rechte Hand von Mama Halima, nimmt ihn beim Wort und schippert mit ihm (Sarah bleibt als Geisel zurück) sowie einer Truppe von Kindersoldatinnen über den Ozean. In New York haben sie [...]]]></description>
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		<title>&#8220;Starship Troopers&#8221;-Doppelreview</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Jul 2010 15:52:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk M. Jürgens</dc:creator>
				<category><![CDATA[(reviews) Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[Robert A. Heinlein: &#8220;Starship Troopers&#8221; (1959, vorliegende Ausgabe von 2008) (Ace) Science Fiction/Lehrstück/Kriegsgeschichte Dirk M. Jürgens: Schon vor einiger Zeit berichtete ich von meiner Begegnung mit Robert A. Heinleins seltsamen &#8220;Weltraummollusken&#8221;, heute wird in mehrerlei Hinsicht noch eins draufgelegt! Denn Gregor und ich haben uns diesmal Heinleins vielleicht berühmtestes, auf jeden Fall aber berüchtigstes Werk vorgenommen: &#8220;Starship Troopers&#8221;. Während Gregor viel Lebenszeit dafür aufwandte, dass sich so wissenschaftlich gebende Buch analytisch durchzuarbeiten, sammelte ich eher meine Eindrücke und garnierte das Ergebnis  mit einer kleinen Comicfassung des Werkes. Wie wohl in meiner Generation üblich, habe auch ich hier den ja auch nicht ganz unumstrittenen Film gesehen &#8211; doch als ich das Buch begannt, wusste ich bereits, dass es Verhoeven nicht um eine originalgetreue Verfilmung, sondern eher eine Satire auf die Vorlage ging. Das deckt sich voll und ganz mit meinen Erfahrungen nach der Lektüre. Anders als der Film, der zwar lauthals ein Hohelied auf die dargestellte Welt singt, aber immer wieder Irritationssignale aussendet, mit denen er den Betrachter zum Hinterfragen auffordert (ohne ihn jedoch dazu zu zwingen, er bleibt also offen für Fehlinterpretationen) ist der Roman gänzlich unironisch und hält sich tatsächlich für eine Utopie. Statt Action gibt es g. T. [...]]]></description>
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		<title>John Ajvide Lindqvist: &#8220;So finster die Nacht&#8221; (2004)</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Mar 2010 07:20:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gregor Schenker</dc:creator>
				<category><![CDATA[(reviews) Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Horror (Literatur)]]></category>
		<category><![CDATA[John Ajvide Lindqvist]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden]]></category>
		<category><![CDATA[Skandinavien]]></category>
		<category><![CDATA[Vampire]]></category>

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		<description><![CDATA[John Ajvide Lindqvist: So finster die Nacht „Låt den rätte komma in“, 2004 (dt. Ausgabe Bastei Lübbe, 2007), Horror/Thriller 1981 im Stockholmer Vorort Blackeberg: Oskar Eriksson hat es nicht leicht, wird er doch in der Schule regelmässig von Jonny und dessen Spiessgesellen gehänselt, gedemütigt und geschlagen. Hilfe findet er weder bei seinen Freunden, noch bei den Lehrern, noch bei seiner alleinerziehenden und berufstätigen Mutter und schon gar nicht bei seinem Vater, einem Gelegenheits-Säufer, der die Familie schon vor Jahren verlassen hat. Dafür leidet er (also Oskar) an Inkontinenz, begeht Ladendiebstähle und lebt seine Gewaltfantasien mit einem gestohlenen Jagdmesser an wehrlosen Bäumen aus. Da lernt er eines Tages Eli kennen, die Tochter von Håkan Bengtsson, der kürzlich in die Wohnung nebenan eingezogen ist.  Sie ist irgendwie seltsam, soll heissen, sie wäscht sich offensichtlich nicht, läuft mitten im Winter in leichter Kleidung herum, hat irgendwie hypnotische Augen, löst einen Zauberwürfel in kürzester Zeit, etc. Er verliebt sich in sie, sie wiederum beschwört ihn, sich gegen seine Peiniger mit äusserster Härte zur Wehr zu setzen. Natürlich weiss Oskar nicht, dass Eli in Wirklichkeit ein Vampir und ihr „Vater“ der sogenannte Ritualmörder von Vällingby ist – der Fall des dreizehnjährigen Jungen, der in einem [...]]]></description>
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		<title>Robert A. Heinlein: „Weltraum-Mollusken erobern die Erde“</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 18:58:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk M. Jürgens</dc:creator>
				<category><![CDATA[(reviews) Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;The Puppet Masters&#8221;, 1982 (dt. Ausgabe/Heyne) Science Fiction Der ursprüngliche deutsche Titel von „The Puppet Masters“ ist auf jeden Fall schon einmal ein Hit sondergleichen – der Roman ist auch nicht schlecht. Zwar schielt immer wieder Heinleins unangenehme Weltsicht um die Ecke („&#8230;die Sicherheit aller hier Anwesenden, ja, aller Menschen überhaupt hängt von [...] eurem unbedingten Gehorsam ab.“ / „Mir ist so leicht und froh zumute. Tyrannen! Euch drohen Tod und Vernichtung. Die freien Menschen kommen, um euch auszurotten!“), doch ist es kein rechtslastiges Propagandafest wie „Starship Troopers“ (längeres Review dazu demnächst), sondern eben nur Kalter Kriegs-Paranoia im Gewand einer Alien-Invasionsgeschichte. Sie spielt in der üblichen Nahen Zukunft und ihr Held ist der Superdupermacker eines Superdupergeheimdienstes mit fliegenden Autos, Strahlenpistolen und sonstigem schönen Jungsspielzeug. Zusammen mit seinem Vorgesetzten (der auch noch sein Vater ist) und einer scharfen Kollegin (mit der ohne jede Vorbereitung auf einmal eine Liebesbeziehung da ist, die sofort und ohne jegliches kennen lernen zur Ehe führt – Ordnung muss sein) findet er heraus, dass sich kleine, schneckenartige Wesen vom Titan auf der Erde ausbreiten, die sich Mensch und Tier auf die Haut setzen und sie zu ihren Sklaven machen. Auch er selbst gerät einige Zeit unter ihre [...]]]></description>
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		<title>Roy Lewis: &#8220;Edward&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Feb 2009 20:26:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk M. Jürgens</dc:creator>
				<category><![CDATA[(reviews) Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;What We Did to Father&#8221;,  1960 (dt. Ausgabe Unionsverlag, 1995) Fantasy/Satire Der &#8220;Roman aus dem Pleistozän&#8221; schmückt sich mit einem Coverspruch von Pratchett und erweckt damit einen etwas falschen Eindruck. Obwohl komisch, ist &#8220;What We Did to father&#8221; ( schon der etwas zwielichtiger klingende Originaltitel deutet es an) weniger ein Pointenfeurwerk, denn ein ziemlich bizarres Ding: Er spielt unter Höhlenmenschen, die in moderner Sprache (inklusiver lateinischer Bezeichnungen) sprechen und aktiv und bewusst Evolution betreiben. Man ist prosaisch und unsentimental, frisst seine Toten, geht achselzuckend über die regelmäßigen Kindstode hinweg und pflanzt sich inzüchtig und gerne durch Vergewaltigung fort. Bis Edward, der Vater des Erzählers eben jenen Plan der Evolution hat: Er ist sehr betroffen, wie viele Tiere noch nicht ausgestorben sind, was darauf hindeutet, wie frühgeschichtlich es noch sein muss. Um die Entwicklung voranzutreiben bekämpft er jegliche Tendenzen, sich wieder auf alle Viere herunter zu lassen, oder wieder in den Bäumen zu leben, zugunsten der Weiterentwicklung der Möglichkeiten, die der Daumen bietet. So entdeckt er das Feuer (muss aber bald erfahren, dass es in China bereits in Massenproduktion gegangen ist) und Folgeentwicklungen, wie gehärtete Speerspitzen und das Kochen. Schickt seine Söhne außerdem los, fremde Frauen zu schwängern, statt der eigenen [...]]]></description>
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		<title>Neil Gaimans &#8220;The Graveyard Book&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Dec 2008 18:36:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Kempke</dc:creator>
				<category><![CDATA[(reviews) Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[(reviews) Weird Fiction Junior Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Horror (Literatur)]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Neil Gaiman]]></category>

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		<description><![CDATA[Unser neuer "Ich bin noch nicht müde!"-Cthulhu geht im Winter 2008 an Neil Gaiman und sein wunderbares "Graveyard Book" - warum, erfahren Sie hier!]]></description>
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		<title>James Morrow: &#8220;Das Gottesmahl&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Jul 2008 13:48:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk M. Jürgens</dc:creator>
				<category><![CDATA[(reviews) Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Towing Jehovah&#8221;, 1994 (dt. Ausgabe/Heyne) Science Fiction/Fantasy/Satire Ein Roman, bei dem schon die bloße Inhaltsangabe ausreichen müsste, viele Leser anzulocken, oder absolut abzuschrecken: Gott ist tot, seine nackte, mehrere Kilometer große Leiche treibt im Meer und sein Himmelreich zerfällt. Die sterbenden Engel fordern nun den Vatikan auf, den Leichnam des Schöpfers zu bergen und zu seiner letzten Ruhe im ewigen Eis zu betten, in der Hoffnung, ihn dort gefroren zu halten, bis man ihn eines Tages reanimieren kann. So zieht der, durch eine von ihm verursachte Ölkatastrophe traumatisierte Kapitän Anthony Van Horn mit einem Supertanker los, um so die einzige Chance auf göttliche Erlösung zu nutzen, die es im Anno Postdomini 1 noch geben wird. Doch eine Gruppe von Atheisten hat von der Geheimaktion erfahren und setzt alles daran, den Corpus Die zu zerstören, auf dass der Umstand, dass die Gläubigen nun zufällig recht hatten, nicht wieder den Aberglauben stärken mag. Man merkt: Morrow hat keine Scheu, sich zwischen alle Stühle zu setzen. Auch der liberale, an muntere ketzerische Spötteleien gewohnte Leser könnte schockiert sein, wenn ein Priester mit dem Jeep eine Expedition auf die Leiche unternimmt, um die Genitalien zu begutachten. Das System der, den deutschen Titel begründenden „umgekehrten [...]]]></description>
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		<title>&#8220;Kult&#8221; von Ljubko Deresch</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Jul 2008 13:37:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Kempke</dc:creator>
				<category><![CDATA[(reviews) Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Horror (Literatur)]]></category>

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		<description><![CDATA[(dt. Ausgabe / edition Suhrkamp) Thriller / Horror / ukrainisches Kultobjekt Ende 2005 horchte man als Freund der Weird Fiction irritiert auf, als plötzlich &#8220;Cthulhu&#8221; und &#8220;Lovecraft&#8221; wie selbstverständlich durch die Kulturteile der Tageszeitungen trudelten. &#8220;Die großen Alten&#8221; im &#8220;Spiegel&#8221;? &#8220;Yog-Sothoth&#8221; in der &#8220;FAZ&#8221;? Wie kann so etwas von Statten gehen? Hat etwa eine seltsame Konstellation der Gestirne furchtbare Menschheitserinnerungen in den sterblichen Gehirnen der Feuilletonisten wachgerufen? Mitnichten! All diese Vokabeln schwammen im Kielwasser einer der Kulturentdeckungen des Jahres: Ljubko Deresch war einer der Pop-Stars des Literaturherbstes, und so versorgte uns die Presse pflichtbewußt mit Großfotos des Jungautoren, mit Interviews und garnierten das Ganze mit dem Ehrentitel &#8220;Wunderkind&#8221;. &#8220;Kult&#8221; hatte Deresch vier Jahre zuvor in seiner Heimat, im ukrainischen Lemberg (ukr.: Lwiw), in der Zeitschrift &#8220;Tschetwer&#8221; veröffentlicht &#8211; 2002 folgte die Buchausgabe. Der junge Autor, Freund und literarisches Mündel eines der großen Literaten der Ukraine Jurij Andruchowytsch, war 17 als er &#8220;Kult&#8221; schrieb und das ist eine beachtliche Leistung! Obwohl ich die Bestsellerlisten normalerweise erst mit Jahrzehnten Verspätung für mich entdecke (Ausnahmen soll es gegeben haben), haben Sie, werte Leser, es meiner Frau zu verdanken (die mir ihre Ausgabe von &#8220;Kult&#8221; vor Kurzem mit freundlichem Drängen zur Verfügung stellte) daß [...]]]></description>
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