#17 Vom Ende der Welt bis zum Tod der Komik

22. Januar 2012
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#17 Vom Ende der Welt bis zum Tod der Komik

Es ist ehrlich nicht mein erklärtes Ziel, hier möglichst große Kontraste zwischen hoher und niedriger Kultur aufzubauen (bin sogar nicht einmal ein Fan dieser Trennung), aber irgendwie ergibt es sich schon wieder so. Denn gestern sah ich zwei Filme, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Zuerst war ich im Kino, um mir Lars von Triers mit Preisen überhäuften “Melancholia” anzusehen. Zur Handlung, falls nicht bekannt: Die depressive Justine feiert ihre Hochzeit im Hotel ihres reichen Schwagers, versaut aber durch ihre Stimmungsschwankungen und eine absolute Rücksichtslosigkeit alles, doch kurz darauf prallt eh der Planet Melancholia auf die Erde und vernichtet diese. Das ist kein Spoiler, die kosmische Katastrophe wird bereits am Anfang gezeigt, so dass alle Spekulation der Figuren später...
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# 16 Eispiraten und Anspruchsliteratur

11. Dezember 2011
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# 16 Eispiraten und Anspruchsliteratur

Heute gibt’s einen schönen Kontrast: Trash und Hochkultur…und ich sage gleich, dass ersteres besser abschneidet. Ersteres ist nämlich die SF-Komödie “Die Eispiraten” aka. “Krieg der Eispiraten” von 1984, in dem u.a. Ron Perlman und Anjelica Houston gegen die bösen Templer (vom Planeten Mithra) kämpfen, welche die letzten Wasservorräte des Universums horten. Bunt, abgedreht, mit…ähem…LUSTICHEN ROBOTERS, überdreht bunten Kostümen, grotesken Fahrzeugen, einem “Weltraum-Herpes” als Parodie auf  “Alien” und einer Maschine, die Hoden frisst. Die Tricktechnik ist gerne mal sehr billig, als Computerdarstellung einer Raumschlacht darf dann schon mal ein “Space Invaders”-ähnliches Videospiel dienen. Recht unbeschreiblich, aber es weckte doch öfters Erinnerungen an den guten “Captain Cosmotic” und “Spaceballs”, wobei letzterer nach der Sichtung der “Eispiraten” (so benannt, weil sie das...
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# 15 Prometheus, neue Hörbücher von Neil Gaiman, Miller vs. Moore

4. Dezember 2011
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In meinen aktuellen Blog geht es um "Prometheus", den neuen Film von Ridley Scott und meine ersten Eindrücke zu diesem spannenden Projekt, in dem nun doch alles ganz verdächtig nach "Alien" aussieht. Desweiteren gibt es gute Nachrichten von Neil Gaiman, dessen neues Hörbuch-Label demnächst startet und der unlängst seine eigene Simpsons-Folge bekam. Zu guter letzt werfen wir dann einen Blick auf Frank Millers bittere Kommentare zur #Occupy-Bewegung und hören uns an, was Großmeister Alan Moore dazu zu sagen hat!
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Haruki Murakami: “1Q84″

27. November 2011
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„1Q84“ von Haruki Murakami (2011) (dt. Ausgabe/Dumont) Science Fiction   Ich las im SPIEGEL (in einer ansonsten eher negativen Kritik), es werde gemunkelt, Murakami würde nur deshalb nie den Literaturnobelpreis bekommen, weil er nicht langweilig genug dafür wäre. Meine Vorurteile bestärkend, weckte das sofort mein Interesse. Der Roman handelt von Aomame, einer Auftragsmörderin im Dienste eines Frauenhauses und von Tengo, einem Schriftsteller, der das Erstlingswerk einer exzentrischen 17jährigen überarbeiten soll, sowie einer Anderswelt mit zwei Monden (einer davon grün, auf dem anderen ist eine gemeinsame Raumstation der USA und UDSSR geplant). Beide Figuren kennen sich aus Schulzeiten, haben seit damals jedoch den Kontakt verloren, obwohl sie einander aus der Ferne lieben. Ihre Wege kreuzen sich jedoch, als Aomame mit...
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# 13 Gestatten, Mr. Vampire! (Teil III & IV)

20. November 2011
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Diese Woche setzen wir unseren "Mr. Vampire"-Marathon fort und schauen mal genauer hin, wenn es wieder um hüpfende Zombies, geisterhafte Erscheinungen und Martial Arts geht. Im dritten und vierten Teil der Hong-Kong-Filmreihe begegnen wir wieder heldenhaften Priestern und dem rastlosen Bösen. Diesmal neben Lam Ching-Ying mit von der Partie: Richard Ng, Anthony Chan und Wu Ma! Und soviel sei verraten, diesmal ist keine Niete dabei! Versenkt eure Zähne in zwei unterhaltsame Horrorkomödien!
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# 12 Stummfilme, Nerds und Zeitreisen

13. November 2011
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# 12 Stummfilme, Nerds und Zeitreisen

Nachdem Sebastian ja die Tradition der Weird Week wiederbelebte, wage ich mich erstmalig auch daran, da mein Konsum der letzten Woche es erlaubt, dass ich gleich aus drei unterschiedlichen Medien berichten kann. Das Medium Film fiel mir durch die Stummfilmkomödie “Die Austernprinzessin” von Ernst Lubitsch auf. Es hieß, sie sei nicht nur der übliche Slapstick der Zeit, was mir, der ich Chaplin trotz vereinzelter Glanzlichter nicht wirklich mehr schätze, als seinen gescheitelten Doppelgänger, doch entgegen kommt (allerdings kein Wort gegen den fantastischen Buster Keaton!). Und tatsächlich ist die Geschichte von dem Austernkönig, der seine völlig asoziale Tochter aristokratisch verheiraten will, dabei aber statt des angestrebten verarmten Prinzen dessen Mitbewohner erwischt, mit seinem Dialogwitz direkt als Vorläufer der Screwball Comedies...
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# 11 Gestatten, Mr. Vampire! (Teil I & II)

6. November 2011
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Diese Woche widme ich meine Kolumne den ersten beiden Teilen der legendären "Mr.Vampire" Filmreihe aus Hongkong, dank der hüpfende Zombie-Vampire endgültig salonfähig wurden. Erlebt Sammo Hungs gekonnte Actionchoreograhie, Ricky Laus unheimlichen Sinn für Humor und Lam Ching-ying als legendären Vampirjäger. Danach erfahrt ihr alles über den katastrophalen zweiten Teil und lernt oben drein, was einen chinesichen Vampir eigentlich ausmacht!
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“Scarlet” von Brian Michael Bendis & Alex Maleev

16. Oktober 2011
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“Scarlet” von Brian Michael Bendis & Alex Maleev

Dt. Ausgabe, Panini 2011. Diese neue, recht ungewöhnliche Serie handelt von Scarlet, einem jungen Mädchen (mit scharfen, relativ kurzen, grellroten Haaren), dessen Freund von einem korrupten Polizisten erschossen wurde und das darum eine Revolution plant. Im deutschen Vorwort wird mutig der Vergleich mit “V wie Vendetta gewagt” (vom Übersetzer, der “Flashmob” mit “Blitzpöbel” übersetzt und dem Werk nur bedingt angekreidet werden sollte) und in langen Monologen, bei denen die Heldin den Leser direkt ansieht (ein schönes Stilmittel allerdings) wird viel erklärt und gerechtfertigt und man gibt sich sehr politisch, aber…da ist bislang (fünf Hefte sind enthalten) verdammt wenig Substanz. Ja, die Welt ist nicht gerade optimal und es sieht nicht aus, als wenn es demnächst besser wurde. Da stimmen...
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